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Dark Night 2017


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Das Haus war bis auf den letzten Platz gefüllt.
Schon als die ersten Töne von Geige und Gitarre erklangen, war jeder im restlos gefüllten Saal des Hafenstraße e.V. gefangen von der außergewöhnlichen Klasse der beiden Musiker, als auch von ihrer sympathischen Ausstrahlung.
Wer einen Abend voller Jigs und Reels erwartete hatte, wurde auf angenehme Weise enttäuscht. Zoe Conway und ihr Ehemann John McIntire spielten selbstverständlich traditionelle irische Musik, wobei aber die Ausgewogenheit zwischen Airs (sehr getragenen, traurigen Melodien) über Hornpipes bis hin zu den schwungvollen Reels absolut überzeugte. Immer wieder mischten sie irischfremde Musiken in ihr Programm.

Gesang auch in Gälisch
Da waren der Tiger Rag, der Orange Blossom spezial, ebenso zu hören wie eine Mazurka und eigene Kompositionen.
Dies alles wurde gekonnt abgerundet von Balladen, die Zoe Conway mit ihrer glockenhellen Stimme in ihrer Heimatsprache, in Gälisch, darbot. Hat die musikalische Qualität dieser außergewöhnlichen Geigerin im Zusammenspiel mit der Gitarre ihres Mannes schon gereicht, so eroberte die unbefangene, herzliche Art der beiden endgültig die Herzen des Meißner Publikums.
Am Ende dieser musikalischen Reise in vorher ungeahnte Welten spielte Zoe Conway den Tune: Ringing Bells in Widmung an das Glockenspiel in der Frauenkirche – und im Anschluss daran sechs weitere Zugaben. Das Konzert endete folgerichtig mit der Erfüllung eines Zuhörerwunsches: Greensleeves – und während Zoe und John spielten, sangen und summten 200 Gäste die Melodie mit – wie wundersam wunderschön in der heutigen Zeit.

Yvonne Riese