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Auch, aber eher am Rande. Am Anfang war es hauptsächlich Betroffenheitslyrik eines Jungen, der nicht die Musik spielen kann, die er möchte. Inzwischen ist es deutlich mehr: Mein Song „Tankstelle der Verlierer“ ist entstanden, nachdem ich an meiner alten Schule vorbei gefahren war an einem frühen Nachmittag, und dort ein paar Jungs rumstanden, die schon beim zweiten oder dritten Bier waren. Dieses Bild hat sich in mir festgesetzt. Aber in meinem Song „Wahnsinn und Genie“ geht es schon um die simple Tatsache, dass – wie Opa immer gesagt hat – für jeden irgendwo das passende Gegenstück existiert.

Also auch Texte, die Optimismus ausstrahlen?

Generell ist Optimismus mein Hauptanliegen, aber ich bin als Liedermacher immer auf der Suche nach Dingen, die mich stören. Sehr gestört hat mich damals, zu Hause in Karl-Marx-Stadt, der Unterricht bei einem russischen Gitarrenlehrer. Das war, sagen wir mal: formal. Da gab es einen Eintrag, wenn man nicht genug geübt hatte. Und was man gern spielen wollte, das durfte man ohnehin nicht. Das war alles andere als motivierend.

Aber Karl-Marx-Stadt liegt nun glücklicherweise hinter Ihnen. Sie leben seit einem halben Jahr in Dresden, was hat sie dorthin verschlagen.

Die Liebe und die Musik. Nach dem russischen Unterricht habe ich jahrelang die Finger von der Gitarre gelassen, und erst mit 19 wieder angefangen. Am Ende hat der Wille, Musik zu machen, gesiegt. Wenn ich im Sommer meine Diplomarbeit in Betriebswirtschaft hinter mir habe, möchte ich hauptsächlich als Liedermacher unterwegs sein. Es ist nicht so, dass ich damit jemanden beeindrucken oder die Welt verändern will. Ich möchte mich einfach als Musiker mit meiner Umwelt auseinandersetzen.

Das heißt: Ein Mann und seine Gitarre?

Ja, im Wesentlichen. Vielleicht wird auch noch ein Klavier auf der Bühne stehen, auf dem ich spiele. Vielleicht sogar kommt irgendwann eine Band dazu. Ich bastele gerade an einem Konzertprogramm. Im Sommer habe ich schon etliche Termine. Noch komme ich nicht mit eigenen Liedern für einen vollen Abend aus. Also covere ich dazu noch Sachen von Gerhard Gundermann, mit denen ich schon ein paar Liederabende auf verschiedenen Bühnen bestritten habe. Er ist ein großes Vorbild für mich.

Wenn man Ihren Auftritt bei myspace anschaut, gewinnt man den Eindruck: Sie singen, weil die Frauen drauf stehen.

Das ist ein angenehmer Nebeneffekt. Aber natürlich singe ich, weil ich meinte, etwas mitteilen zu müssen.

Das Gespräch führte Christine Keilholz.

Tickets für das Finale am 8. Mai, 19 Uhr in der Hafenstraße, gibt es bei der SZ (Neugasse 41 und Niederauer Straße 43) für zwölf Euro.



Finaler Kampf um die Drossel

Barden-Wettbewerb in Meißen
Die erste Phase der Entscheidung ging im Internet über die Bühne: Unter den mehr als 30 zunächst für den Liedermacher-Wettbewerb um die „Meissener Drossel“ nominierten Künstlern kürten Fans sowie eine Experten-Jury die Kandidaten für den finalen Kampf um die in diesem Jahr erstmals zu vergebende Trophäe. Spannend wird’s nun für Musiker und Zuschauer am Sonnabend gleichermaßen, weil die Kandidaten live gegeneinander antreten müssen.

Auf der Bühne der Hafenstraße spielen dann Nadine Fingerhut, Katja Winterstein, Marie Luise Jatzke, Wortfront, Axel Stiller, Sebastian Lohse samt Band und die Villains. Die unterschiedlichen musikalischen wie textlichen Ausdrucksformen der Akteure garantieren einen ungemein abwechslungsreichen Abend, Nervenkitzel inklusive.



Finale des Wettbewerbs um die Meissener Drossel, 8.5., 19 Uhr, Saal/Hafenstraße, Meißen; Eintritt: zwölf Euro