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Pleinair Meißen 2012 (SZ vom 30.07.2012)



Die Gäste dieses Projektes waren 21 Künstlerinnen und Künstler aus insgesamt sechs Ländern, die sich einmal im Jahr zu einer Freilichtmalwoche in jeweils einem anderen Land treffen. Neben einer Teilnehmerin aus den USA waren auch Maler aus Großbritannien, Frankreich, der Schweiz, Spanien und Deutschland anwesend. Zum ersten Mal fand die Freilichtmalwoche in Ostdeutschland statt, dementsprechend wurde das Projekt mit Spannung erwartet. Pleinair bedeutet Freilichtmalerei, der Kunstraum Natur sollte also im Vordergrund stehen. Zwischen Montag und Freitag wurden die Eindrücke der Altstadt von Meißen, der Seenlandschaft von Moritzburg sowie der Weinberge im Spaargebirge festgehalten und später ausgestellt. Für die Teilnehmer gab es dabei immer Gelegenheit, gemeinsam zu diskutieren, zu malen oder Anregungen zu sammeln. „Verschiedene Nationen arbeiten hier zusammen. Wir sprechen und lernen zusammen. Das ist für mich ein großes Ziel“ sagte Ildo Moratti aus Genf, der an der internationalen Freilichtmalwoche teilnahm. Von Meißen und Umgebung war er sehr fasziniert. Dass in der Region so viel Wein zu finden ist, war ihm vorher nicht bekannt. Die Umgebung mit den Weinbergen sei für das Malen wunderbar. Wichtig seien für ihn auch die verschiedenen künstlerischen Perspektiven gewesen. „Es gab jeweils ein Thema, und dann so viele verschiedene gemalte Varianten. Das hat mich am meisten fasziniert“, so Moratti. Am Ende jeden Tages wurden dann die Arbeiten aller Teilnehmer ausgestellt, dabei sollten die Künstler und Besucher miteinander einen Dialog finden.

Organisiert haben diese Möglichkeiten die Meißner Maler Christoph Trommer und Wolfram Leonhardi sowie der Verein „Hafenstraße“. Im Vorfeld mussten für die Künstler Gastfamilien gefunden werden. Die Unterstützung durch kulturbegeisterte Bürger half dem Verein dabei. „Wir hatten am Ende mehr Gastfamilien, als gebraucht wurden“, sagt die Leiterin der Einrichtung Hafenstraße Kerstin Urban. Der Verein schrieb auch das Konzept für das Projekt der Malwoche und wandte sich damit an Landrat Arndt Steinbach, um für Unterstützung zu werben. Der zeigte sich interessiert und übernahm die Schirmherrschaft für das Projekt. Es wurden jedoch auch Sponsoren gebraucht, um das Projekt bestmöglich umzusetzen. „Schließlich wollen wir gute Gastgeber sein, denn die Künstler und ihre Sommerbilder sind auch Botschafter“, erklärt Christoph Trommer. Unterstützt wurde die Freilichtmalwoche auch von den Sparkassen und Firmen in der Region sowie dem Schloss Wackerbarth.